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Laboruntersuchungen

 
 

Laboruntersuchungen werden durch uns durchgeführt, um die sichere Diagnose einer Krankheit stellen zu können. Immer häufiger sind sie auch Teil von Routine-Untersuchungen, damit Krankheiten bereits vor der Entwicklung offensichtlicher Symptome erkannt werden können. Dies erlaubt eine frühere und wirkungsvollere Behandlung Ihres Hundes. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet von Laboruntersuchungen ist die Überprüfung der Nieren- und Leberfunktion Ihres Hundes vor einer Operation.

  • Wer führt die Laboruntersuchung durch?

Wir haben ein großes eigenes Labor, in dem alle wichtigen Untersuchungen durchgeführt werden können. Die Ergebnisse sind schnell zur Hand, was eine prompte Entscheidung bezüglich der Behandlung erlaubt. Ist eine ausführlichere Laboruntersuchung oder eine Spezialuntersuchung erforderlich, werden die Proben an ein spezialisiertes Labor geschickt, das die Ergebnisse von Routinetests gewöhnlich innerhalb von 24 Stunden per Fax, Telefon oder E-Mail mitteilt (manche Untersuchungen benötigen bis zum abschließenden Ergebnis allerdings zehn Tage oder länger). Spezialisierte Labors können uns auch bezüglich der Interpretation schwieriger Testergebnisse beraten. Gelegentlich, insbesondere bei Verzögerungen der Probenzustellung mit der Post, verderben die Proben und müssen erneut entnommen werden.

  • Was wird getestet und warum?
    Es gibt eine ganze Reihe von Tests, die mit verschiedenem Probenmaterial durchgeführt werden. Welcher Test bei einer Erkrankung sinnvoll ist, entscheidet der Tierarzt. Einige Proben sind einfacher zu entnehmen als andere und wie Ihr Hund reagiert, kommt auf den Test und das Temperament Ihres Hundes an.

  • Laboruntersuchung werden mit unterschiedlichem Probenmaterial durchgeführt:

  • Blutuntersuchungen: Das sind die am häufigsten durchgeführten Laboruntersuchungen. Blutproben sind gewöhnlich einfach zu entnehmen und sagen eine ganze Menge über den Gesundheitszustand Ihres Hundes aus. Bei der Laboruntersuchung wird die Konzentration von bestimmten Stoffen im Blut gemessen, die Auskunft über die Erkrankung Ihres Hundes gibt. Der Anteil der verschiedenen Blutkörperchen und die Anwesenheit von bestimmten Proteinen, so genannten Antikörpern (die als Teil des körpereigenen Abwehrsystems gegen Krankheiten produziert werden), können Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt darüber Aufschluss geben, wie gut Ihr Tier eine Krankheit bekämpft. Die Probe wird meist mit Kanüle und Spritze aus einer Vene am Bein oder am Hals entnommen. Ein kleines Stück Fell wird über der Vene rasiert und die enthaarte Stelle gesäubert und desinfiziert. Die Vene wird gestaut, sodass Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt sie besser sehen kann. Wenige Milliliter Blut werden in ein spezielles Probenröhrchen gezapft, das die Blutgerinnung verhindert. Die Entnahme der Blutprobe bereitet Ihrem Hund keine Schmerzen. Allerdings wehren sich einige Hunde, da sie es nicht mögen, festgehalten zu werden. Kleine blaue Flecken können entstehen, wenn Ihr Hund eine sehr zarte Haut hat oder sich gegen die Probenentnahme wehrt. Die Einstichstelle heilt gewöhnlich schnell, es sei denn, Ihr Hund hat eine Krankheit, die die Blutgerinnung herabsetzt. Blutuntersuchungen können zeigen, ob Ihr Hund an Blutarmut (Anämie) leidet und Hinweise auf Nieren- und Lebererkrankungen geben.
  • Harnuntersuchung: Sie wird zur Kontrolle oder Diagnose von Krankheiten wie Diabetes oder Harnblasenentzündungen durchgeführt. Eiweiß oder Zucker im Harn zeigt an, ob die Nieren richtig funktionieren. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt kann so auch feststellen, ob im Harn Hinweise für eine Nieren- oder Blaseninfektion vorliegen. Urinproben können gewonnen werden, während Ihr Hund die Blase entleert. Dabei werden einige Tropfen Harn mit einem sauberen Gefäß aufgefangen. Die Probe sollte in einer verschlossenen Flasche im Kühlschrank aufbewahrt werden (um sie vor Verunreinigungen zu schützen) und so bald wie möglich untersucht werden. Wenn es nicht möglich ist, auf einen normal abgesetzten Urin zu warten, werden wir den Harn entweder mit Hilfe eines Katheters (eines speziellen, dünnen Schlauches) gewinnen, der durch die Harnröhre direkt bis in die Blase geschoben wird, oder durch eine Nadel, die durch die Haut über dem Bauch in die Blase eingeführt wird. Diese Methoden sind ebenso unkompliziert und ungefährlich wie die Entnahme einer Blutprobe.
  • Kot: Kotproben können häufig bei der Diagnose von Erkrankungen des Verdauungsapparates helfen. Die Probe kann untersucht werden, um das Vorkommen ungewöhnlicher Bakterien nachzuweisen, die eine Darminfektion anzeigen. Weitere Tests können durchgeführt werden, die anzeigen, ob Ihr Hund bestimmte Nahrungsbestandteile nicht verdauen kann oder ob der Kot Eier von Würmern enthält.
  • Tupferproben: Die Augen, Ohren, Nase oder die Haut eines Hundes sind oft durch Bakterien, Viren oder Pilze infiziert. Tupferproben werden mit einem kleinen Wattetupfer entnommen, der hierzu über die betroffenen Stellen geführt wird. Der Tupfer wird dann entweder auf einem Glasträger ausgestrichen und unter dem Mikroskop untersucht. Es werden häufig auch Kulturen angelegt, um das Wachstum von bestimmten Keimen nachzuweisen. Die Ergebnisse der Kultur können einige Wochen dauern, oder sogar länger, wenn es sich um langsam wachsende Keime handelt.
  • Hautgeschabsel: Hunde mit Hauterkrankungen werden auf eine Infektion mit Milben hin untersucht. Die Haut wird vorsichtig mit der Kante eines kleinen chirurgischen Messers (Skalpell) abgeschabt, bis Blut austritt. Dies kann bei einigen Hunden ein gewisses Missbehagen verursachen, andere dagegen tolerieren es gut. Meist ist nur eine geringe Anzahl an Milben vorhanden, sodass mehrere Proben entnommen werden müssen, um sie nachzuweisen. Die Hautprobe wird auf einen Objektträger gebracht und unter dem Mikroskop untersucht.
  • Gewebeuntersuchungen (Biopsie): Hat ein Hund eine Geschwulst an seinem Körper, wird normalerweise eine Biopsie durchgeführt. Dabei wird ein kleiner Teil des Knotens entfernt und unter dem Mikroskop untersucht, um zu sehen, aus welchen Zellen er besteht. Flüssigkeitsproben können aus den Luftwegen mit Hilfe eines in den Hals eingeführten Tubus entnommen werden oder aus den Verdauungswegen mittels eines in den Magen eingeführten Endoskops. Hierdurch erhält Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt weitere Informationen, ohne dafür eine Operation bei Ihrem Hund vornehmen zu müssen.

  • Wie viele Untersuchungen sind nötig, um herauszufinden, was meinem Hund fehlt?

Bei vielen Krankheiten ist es für uns unmöglich, sofort eine Diagnose zu stellen. Ihr Tier muss sich einer Anzahl von Untersuchungen unterziehen, sodass wir mögliche Ursachen für die Erkrankung ausschließen kann. Während einige Krankheiten durch einen einzigen Test nachgewiesen werden können, erfordern andere eine ganze Reihe von Untersuchungen (es wird ein so genanntes Profil erstellt) an einem oder mehreren Geweben oder Körperflüssigkeiten. Es kann auch erforderlich sein, Untersuchungen zu wiederholen, z. B. um zu sehen, ob sich die Konzentration von bestimmten Antikörpern im Blut ändert.

Wir müssen möglicherweise diagnostische Tests an Ihrem Hund selbst oder an Proben von Ihrem Hund durchführen, um die bestmögliche Behandlung für Ihr Haustier zu finden. Wenn Sie unsicher sind, was die Untersuchung beinhaltet oder weshalb wir sie durchführen, fragen Sie bitte nach. Wir erklären es Ihnen sicher gerne.

 

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