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Merkblatt OP - Vorsorge

 
 

Für Ihr Tier steht eine Operation oder eine Untersuchung in Narkose an. Über den Grund, die Vor- und Nachteile, die Risiken, die mit dem direkten Eingriff verbunden sein können, hat Ihr behan­delnder Tierarzt/-ärztin in der Regel bereits mit Ihnen gesprochen. In diesem Rahmen wird Ihnen auch mitgeteilt, in welcher Praxis unser Praxisgemeinschaft der Eingriff vorgenommen werden muß. Falls es Ihnen nicht möglich ist Ihr Tier dorthin zu transportieren, übernehmen wir dies für Sie. Dieses Merkblatt soll die häufigsten Fragen zu eine Operation / Narkose nochmals beantworten.

  • Präoperative Nahrungskarenz (Hungern)

Der Patient muß vor dem operativen Eingriff hungern. Für Hunde und Katzen ist ein Zeitraum von 18-24 Stunden in der Regel ausreichend. Für andere Tierarten gilt anderes, was wir Ihnen aber mitteilen werden. Der Grund für dieses Vorgehen liegt darin, daß bei anästhesierten Tieren der Schluckreflex aufgehoben wird und somit die Gefahr des Verschluckens gegeben ist. In der Regel darf Ihr Tier also vom Mittag des dem Operationstages vorangehenden Tages keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Trinken in kleinen Mengen ist erlaubt. Sollte Ihr Tier regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sagen wir Ihnen wie Sie sich zu verhalten haben. Im Zweifelsfall bitte nachfragen!

  • Präoperatives Vorgehen (Operationstag)

Hunde sollten morgens unbedingt ausgiebig auf die „Hundetoilette“! Der Darm und die Blase müssen entleert sein! Bitte aus hygienischen Gründen keine Decken und Körbe zur Operation mitbringen - ein kleines Tuch ist erlaubt. Bei allen Tieren, die in Käfigen transportiert werden, bitte alle lose Streu aus dem Käfig entfernen, den Käfig gründlich reinigen und mit einem sauberen Handtuch oder Küchenpapier auslegen.

Sie haben einen Termin bereits bekommen oder sie vereinbaren noch einen Termin für die Operation bzw. Untersuchung in Narkose. Bitte halten Sie diesen Termin ein, da unser Operationsplan exakt festgelegt ist. Für nicht abgesagte Termine müssen wir die Bereitstellungskosten des OP-Raumes berechnen. Sollten spezielle Voruntersuchungen oder präoperative Bluttests (-die wir dringend empfehlen-) notwendig sein, ist das in der Terminvereinbarung berücksichtigt.

Zuerst erhalten Hunde eine Beruhigungsspritze (Prämedikation). Sie ist für das normale Narkosevorgehen notwendig. Die Patienten behalten in der Regel ihr Stehvermögen, sind aber der ungewohnten Umgebung gegenüber gleichgültiger und regen sich bei unbekannten Geräuschen nicht so leicht auf. Ebenso ist die Trennung von Frauchen und Herrchen nicht so schwer. In der Zeit bis die Beruhigung einsetzt, besprechen wir mit Ihnen nochmals genau, was wir machen wollen. Jetzt können Sie nochmals alle Fragen stellen, die Sie wollen.

Bei Aufnahme des Patienten in unsere Klinik werden wir mit Ihnen das Aufnahmeformular ausfüllen, so daß zu diesem Zeitpunkt alles noch einmal genau besprochen werden kann.

Wir werden Sie bitten eine Einverständniserklärung für den Eingriff zu unterschreiben.

  • Narkose

Die Narkoseprozedur wird auf den operativen Eingriff bzw. die notwendige Untersuchung abgestimmt. Sie können sich darauf verlassen, daß wir die Methode   verwenden, die mit den geringsten Risiken verbunden ist. In der Regel ist es die steuerbare Inhalationsnarkose. Dabei inhaliert der Patient ein Narkosegasgemisch, dessen Konzentration an den individuellen Bedarf des Tieres angepaßt wird. Ebenso gibt es verschiedene Narkosegase, die zum Beispiel für herzkranke, leberkranke oder andere Risikopatienten verwendet werden. Atmung- und Kreislauffunktionen werden kontinuierlich überwacht. Vertrauen Sie uns, daß wir nach dem neuesten Stand der Wissenschaft handeln werden. Eine 100%ige Sicherheit ist wie in der Humanmedizin leider nicht möglich.

  • Postoperatives Vorgehen (Aufwachphase)

Ist die Operation beendet, ist noch nicht alles überstanden. In der sogenannten Nachschlafphase (Aufwachphase) können lebensbedrohende Probleme auftreten. Der   häufig geäußerte Wunsch nach "Dabeisein, wenn er/sie aus der Narkose aufwacht" ist verständlich. Ihrem Tier hilft bei einer Komplikation während dieses Zeitraumes nur ein schnell, kompetent und professionell handelndes Team. Das ist der Hauptgrund, warum wir Sie bitten Ihren Liebling bei uns zu lassen bis nach menschlichem Ermessen keine Gefahr mehr besteht. Im Einzelfall kann es sogar notwendig sein, daß ein Patient auch über Nacht bleiben muß. Das wissen wir aber meist schon bei der OP Besprechung.

In der Regel erhalten Sie bei der morgendlichen Abgabe Ihres Tieres einen Abholtermin genannt, so daß Ihr Liebling nur so lange wie nötig bei uns bleiben muß.

Für die häusliche Nachsorge des Patienten erhalten Sie gegebenenfalls ein Extramerkblatt.

 

 

Tipps zum Ausdrucken der Merkblätter: Nutzen Sie die Druckfunktion Ihres Browsers. Wenn möglich setzen Sie die Druckränder der Seiten auf "0". Ist Ihnen die Schrift dann noch zu klein, drucken Sie auf A4 quer.
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