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Flöhe / Flohbefall

 
 

Flöhe sind die bei der Katze am häufigsten vorkommende Parasiten - und wahrscheinlich wird jede Katze irgendwann in ihrem Leben von ihnen befallen werden. Mit der Entwicklung moderner Mittel ist es jedoch möglich, zu verhindern, dass Flöhe in Ihrem Haushalt zu einem Problem werden. Ihre Tierärztin bzw. Ihr Tierarzt wird Sie gerne darüber beraten, wie Sie diese Mittel wirkungsvoll einsetzen können. So verhindern Sie, dass sich diese ärgerlichen kleinen Insekten an Ihrem Haustier und an Ihnen satt essen!

Weshalb sind Flöhe so schwierig zu bekämpfen?

Flöhe sind kleine, rötlich-braune Insekten mit einem komplexen Lebenszyklus, der zum größten Teil nicht auf Ihrem Haustier stattfindet. Nur die bereits ausgewachsenen Flöhe leben auf Ihrer Katze und saugen bei ihr Blut. Flöhe in jüngeren Entwicklungsstadien leben in der Umgebung, d. h. in Ihrer Wohnung. Für jeden Floh, den Sie durch das Fell Ihrer Katze laufen sehen, können Hunderte von unreifen Flöhen darauf warten, auf ein vorbeilaufendes Haustier zu springen - oder, wenn Sie Pech haben, auch auf Sie.

Der Lebenszyklus des Flohs

Ausgewachsene Flöhe legen ihre Eier im Katzenfell ab. Jeder weibliche Floh kann Dutzende von Eiern am Tag produzieren. Sie sind von perlweißer Farbe und besitzen etwa die Größe eines Salzkorns. Die Eier kleben nicht am Fell und fallen bald von der Katze herunter auf den Boden.

Nach einigen Tagen schlüpfen madenähnliche Larven, die sich in Ihren Teppichen, in den Ritzen des Fußbodens oder im Schlafplatz Ihrer Katze verstecken. Sie ernähren sich von Staub und dem Kot ausgewachsener Flöhe, der zum größten Teil aus unverdautem Blut besteht.

Die Larve spinnt einen Kokon, in dem sie sich zum ausgewachsenen Floh entwickelt. In diesem Ruhestadium kann sie mehrere Monate überleben.

Der erwachsene Floh schlüpft aus dem Kokon und kriecht auf der Suche nach Nahrung aus seinem Versteck. Wenn er keine Katze findet, kann er auf jedes andere vorbeilaufende, warmblütige Tier und auch auf Menschen springen. Zentralgeheizte Wohnungen bieten ideale Voraussetzungen für die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Floh (Adulten). Die Mindestdauer des Zyklus ist zweieinhalb bis drei Wochen, aber unreife Flöhe können mehr als ein Jahr überleben, bis sie schließlich schlüpfen und Ihr Haustier erneut befallen.

Wodurch schädigen Flöhe die Gesundheit meiner Katze?

Flöhe sind die häufigste Ursache von Hauterkrankungen bei der Katze. Flohspeichel enthält Bestandteile, die die Blutgerinnung so lange verhindern, bis der Floh zu Ende gesaugt hat. Diese Substanzen können bei Ihrer Katze eine allergische Reaktion auslösen, wovon die meisten Katzen allerdings nicht betroffen sind. Diejenigen Katzen aber, die davon betroffenen sind, leiden unter hochgradigem Juckreiz. Katzen lecken oder reiben die betroffenen Stellen, wodurch die Fellhaare herausgerissen werden und die Haut rot und wund wird. Manchmal entwickelt sich ein verkrusteter Hautausschlag. Die Allergie erscheint meist im Sommer, wenn die Flohpopulation am größten ist. Das Hautproblem selbst kann aber noch lange nach Verschwinden des dafür verantwortlichen Flohs anhalten, sollte jedoch nach einer Behandlung der Katze gegen Flöhe schließlich heilen. Bis dahin kann Ihnen Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt ein Medikament verschreiben, um den Juckreiz zu stillen.

Flohdermatitis

Flohdermatitis - Flohallergie

Wird nur die Haut meiner Katze betroffen?

Wenn eine Katze sich nicht putzen kann, um die Flöhe zu entfernen, können große Mengen Flöhe in ihrem Fell überleben. Die Katze kann so viel Blut verlieren, dass sie anämisch, d. h. blutarm wird. Normalerweise kommt das aber nur bei Welpen oder bei bereits kranken Katzen vor. Flöhe können auch Träger von Bandwurmeiern sein, die sich, wenn Ihre Katze sie verschluckt, in ihrem Darm zu einem ausgewachsenen Bandwurm weiterentwickeln.

Wie kann ich prüfen, ob meine Katze Flöhe hat?

  • Nehmen Sie ein Blatt reinweißes Papier und feuchten Sie es auf einer Seite an, indem Sie es kurz unter den Wasserhahn halten.
  • Legen Sie das Blatt mit der feuchte Seite nach oben auf eine ebene Oberfläche, z. B. eine Arbeitsfläche.
  • Setzen Sie Ihre Katze auf eine Seite des Blattes.
  • Reiben oder bürsten Sie über den Rücken Ihrer Katze, sodass Schuppen und Flohkot auf das angefeuchtete Papier fallen.
  • Suchen Sie nach "Kohlenstaub" (das sind die Blutreste im Flohkot), der sich nach etwa 30 bis 60 Sekunden rötlichbraun verfärbt.

Manchmal gibt es keine offensichtlichen Anzeichen eines Flohbefalls, weshalb Ihre Tierärztin bzw. Ihr Tierarzt vielleicht vorschlägt, bei Ihrer Katze einen Hauttest zu machen, um so zu erkennen, ob sie auf Flohspeichel allergisch reagiert.

Was kann ich tun, um die Flöhe loszuwerden?

Das Geheimnis einer erfolgreichen Flohbekämpfung besteht darin, sowohl die Katze als auch ihre Umgebung mit wirkungsvollen Mitteln zu behandeln, die ausgewachsene wie unreife Flohstadien abtöten. Es gibt eine ganze Reihe von Tabletten, Injektionsmitteln, Pudern, Sprays, Tropfen und Shampoos, um die Flöhe im Fell Ihrer Katze zu bekämpfen. Nicht alle Produkte sind gleichermaßen wirksam und die, die Sie bei uns erhalten, sind im Allgemeinen sehr viel besser und auch ungiftiger als die, die in Zoogeschäften oder Supermärkten verkauft werden.

Welche Bedeutung hat die Umgebungsbehandlung für die Bekämpfung von Flöhen?

Die Behandlung der Plätze, an denen Ihre Katze sich sehr häufig aufhält (inklusive derer in Nebengebäuden und Schuppen), ist ebenfalls wichtig. Dies betrifft insbesondere die Stellen, an denen sie sich zum Schlafen hinlegt. Das Auswaschen der Schlafpolster Ihrer Katze tötet die jungen Flöhe ab, jedoch nicht die Eier. Das Absaugen der Teppichböden hilft ebenfalls, die Anzahl der Flöhe gering zu halten. Einige Produkte töten die Flöhe ab, während andere verhindern, dass sich unreife Flöhe weiterentwickeln und später Ihre Katze erneut befallen. wir können Sie beraten, welches Mittel oder welche Kombination von Mitteln Sie anwenden sollten. Behandeln Sie Ihre Katze und das Haus das ganze Jahr über, selbst wenn Sie keine Flöhe sehen, denn wie bereits erwähnt können Flohlarven in ihrem Kokon etwa ein Jahr lang überleben.

Was mache ich mit meinen anderen Haustieren?

Alle Katzen und Hunde (denn die meisten Flöhe auf Hunden sind Katzenflöhe) im Haushalt sollten behandelt werden, selbst wenn nur ein Tier von Flohbissen betroffen zu sein scheint. Wenn Sie die Behandlung nicht fortsetzen, kann sich das betreffende Tier erneut mit Flöhen infizieren, die von einem der anderen Tiere übertragen werden, oder mit Flöhen, die es sich im Freien einfängt.

Flöhe können in zentral beheizten Wohnungen zu einer wahren Plage werden, insbesondere wenn Sie mehr als ein Haustier haben. Durch regelmäßige Behandlung mit den von Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt empfohlenen Produkten, sollten die Flöhe das ganze Jahr hindurch unter Kontrolle gehalten werden können. Verwenden Sie einen Terminplan oder Kalender, um sich zu notieren, wann die nächste Flohbehandlung fällig ist - verlassen Sie sich dabei nicht auf Ihr Gedächtnis!

Tipps zum Ausdrucken der Merkblätter: Nutzen Sie die Druckfunktion Ihres Browsers. Wenn möglich setzen Sie die Druckränder der Seiten auf "0". Ist Ihnen die Schrift dann noch zu klein, drucken Sie auf A4 quer.
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Flohzyklus

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