Infoblätter Übersicht
Abszess / Kampfwunden
Adipositas
Bewegungstherapie
Alte Katze/Geriatrie
Auge / Hornhautulkus
Auge / Augentropfengabe
Durchfall / Erbrechen
Euthanasie/Einschläferung
Fel. Infekt. Peritonitis (FIP)
Fel. Leukosevirus (FeLV)
Fel. Immundefizienzvirus (FIV)
Flohbefall
Fütterung
Harntrakt/Blasenentzdg
Harnspritzen/Markieren
Herzerkrankungen
Kastration/Sterilisation
Katzenschnupfen
Krebs
Laboruntersuchungen
Lecksucht/Haarverlust
Mikrochip
Nierenerkrankungen
Notfall
OP-Vorsorge
Op-Nachsorge
Reise
Sonnenbrand
Schildrüsenüberfunktion
Toxoplasmose
Vestibularsyndrom
Welpe
Welpenaufzucht
Zahnerkrankungen
Zeckenbefall /-entfernung
Zucht

Katze - Sonnenbrand

 
    Wir alle genießen gerne ein Sonnenbad. Auch unsere Katzen lieben es häufig. Im Gegensatz zu ihnen wissen wir aber, dass wir uns schützen müssen, um Sonnenbrand und das Risiko von Hautkrebs zu vermeiden - müssen wir uns über Risiken für unsere Katzengefährten Gedanken machen?

     

  • Was ist feline solare Dermatitis?

Diese Krankheit ist eine Hauterkrankung, die durch lange andauerndes, wiederholtes Bestrahlen durch Sonnenlicht verursacht wird. Sie betrifft weiße, haarlose Haut wie sie gewöhnlich an den Ohren einer Katze, aber auch an anderen Stellen wie den Augenlidern, der Nase oder dem Maul vorzufinden ist. Weiße und auch farbige Katzen, die an diesen Stellen weiße Flecken haben, sind am meisten gefährdet.

Die feline solare Dermatitis wird durch die Reaktion der Haut auf ultraviolettes Licht verursacht. Sie beginnt mit einer Rötung und Haarverlust an den betroffenen Stellen. Dieses erste Stadium ist sehr mild und wird häufig ignoriert, aber die Symptome verschlimmern sich mit der Zeit, bis die Haut schuppig wird und von Krusten bedeckt ist. Die entstehenden kahlen Stellen sind wiederum ungeschützt der UV-Strahlung ausgesetzt und das Problem verschlimmert sich. Zu Anfang bessert sich die Krankheit meist den Winter über. Sie wird aber Sommer für Sommer schlimmer bis die Haut schmerzhaft entzündet ist. Aufgrund dieser Schmerzen kratzt sich die Katze sehr häufig an den betroffenen Stellen, was das Problem noch verschlimmert. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium können die Ohrränder eingerollt sein, und Nase, Ohren und Maul von Krusten bedeckt.

  • Können wir die Krankheit frühzeitig feststellen?

Gewöhnlich ist es möglich, die Krankheit aufgrund der Vorgeschichte und der Untersuchung der betroffenen Regionen zu diagnostizieren. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie die feline solare Dermatitis verursachen (z. B. Hautparasiten, Pilzerkrankungen, Hauttumore und Erkrankungen des Immunsystems). Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt entnimmt möglicherweise eine Hautprobe oder muss andere Untersuchungen durchführen, um andere Krankheiten als Ursache auszuschließen.

  • Kann die Erkrankung verhindert oder behandelt werden?

Um Ihre Katze zu schützen, sollten Sie verhindern, dass sie während der sonnigsten Tageszeit (etwa zwischen 10 und 16 Uhr) nach draußen geht. Sie sollte auch nicht am geöffneten Fenster oder an der Tür Sonnenbäder nehmen. Geht die Katze ins Freie, sollten die weißen Stellen an Ohren und Nase mit einem wasserfesten Sonnenschutz behandelt werden. Fragen Sie Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt, welches Mittel sie/er empfiehlt. Bei weiter fortgeschrittenen Fällen wird von manchen Tierärztinnen/Tierärzten die Entfernung der Krusten und des veränderten Gewebes angeraten, um das Fortschreiten der Erkrankung bis zu Hautkrebs zu verhindern (siehe unten). Sind diese Behandlungsversuche erfolglos, kann eine chirurgische Behandlung erforderlich werden.

  • Ist die Erkrankung gefährlich?

Ja, diese Erkrankung kann für Ihre Katze gefährlich werden. Feline solare Dermatitis kann , meist über einige Jahre hinweg, so weit fortschreiten, dass sich eine Hautkrebsart entwickelt, die Plattenepithelkarzinom (PEK) genannt wird. Wenn diese Krebsart an den Ohren auftritt, kann sie durch Amputation der Ohren behandelt werden. Tritt sie allerdings an der Nase oder dem Maul auf, kann eine Operation schwierig sein. Es ist an diesen Stellen häufig nicht möglich, den Tumor vollständig zu entfernen. Andere Formen der Behandlung, beispielsweise die Strahlentherapie (eine Sonderform des Röntgen), kann an Stellen eingesetzt werden, wo eine Operation nicht infrage kommt. Doch auch mit dieser Behandlungsart sind die Chancen auf Heilung gering. Diese Form des Krebses metastasiert zwar selten, d. h. er bildet selten Tochtergeschwülste in anderen Organen: Es kann aber an einigen Körperstellen schwierig und sogar unmöglich sein, eine Operation durchzuführen. Der Krebs kann dann nicht erfolgreich behandelt werden. Das heißt, dass er für Ihre Katze lebensbedrohlich werden kann.

Tipps zum Ausdrucken der Merkblätter: Nutzen Sie die Druckfunktion Ihres Browsers. Wenn möglich setzen Sie die Druckränder der Seiten auf "0". Ist Ihnen die Schrift dann noch zu klein, drucken Sie auf A4 quer.
Obiges Dokument unterliegt dem Copyright © kielVET und darf nur für private Zwecke verwendet werden.