Krankenversicherungen

Krankenversicherungen für Tiere sind ein relativ neuer Markt in Deutschland. Andere Staaten wie England und viele skandinavische Länder sind uns da weit vorraus.

Aus unserer Sicht können Krankenversicherungen helfen, eine bessere Therapie zu ermöglichen, da die Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten in der Tiermedizin sich genauso rasant verändern wie in der Humanmedizin. Leider steigen im gleichen Maße die Kosten.

Diese Seite soll helfen die richtige Wahl hinsichtlich einer Tierkrankenversicherung zu treffen. Natürlich sind folgenden Anregungen nicht vollständig und durch unsere Erfahrungen mit Versicherungen geprägt.

Op-Kostenversicherung: Diese sind sehr günstig, aber aus unserer Sicht nicht ausreichend. Operationen sind sicherlich teuer, aber in einem Tierleben auch sehr, sehr selten!

Vollversicherungen: Sehr viel sinnvoller, da diese alle Erkrankungsfälle abdecken.

Leistungsausschluss: Das absolut wichtigste Kriterium!!! Es sollten alle Erkrankungen abgedeckt sein. Es gibt zum Beispiel Versicherungen, die einen Kreuzbandriss (Knie) nicht bezahlen, da es auch angeborene Formen dieser Erkrankung gibt. Also genau prüfen! Der Test von Stiftung Warentest hat diesen Punkt völlig vernachlässigt. Viele Versicherungen versuchen dieses wenig transparent darzustellen. Oft ist der Leistungsumfang erst im Antragsformular und im Kleingedruckten zu finden.

Kündigung: Bei uns ist es schon vorgekommen, dass nach einer aufwendigen und damit teuren Therapie dem Versicherungsnehmer gekündigt wurde. Eine neue Versicherung kann man dann in der Regel nicht mehr bekommen, da das Tier meist zu alt für einen neuen Vertrag ist. Kündigungsschutz bietet fast keine Versicherung. Aber: Die Abdeckung aller Erkrankungen ist wichtiger als ein Kündigungsschutz.

Selbstbeteiligung: Ist nicht an sich schlecht. Trotzdem erst alle anderen Leistungen überprüfen. Was hilft der Verzicht auf Selbstbeteiligung, wenn viele Erkrankungen nicht mitversichert sind.

Gebührenordnung für Tierärzte (GOT): Es sollte mindestens der zweifache Satz versichert sein. Im Notdienst berechnen wir zum Beispiel mindestens den zweifachen Satz der GOT. Besser ist der 3-fache Satz. Aber auch hier gilt: Nur wenn alle Erkrankungen versichert sind. Was hilft der hohe Satz der erstattung, wenn die Leistungausgeschlossen ist.

Zusammenfassung:
1. Vollversicherung viel besser als OP-Kostenversicherung.
2. Unbedingt alle Leistungen versichern lassen. Was helfen alle Zusatzleistungen oder vermeintlich billige Tarife, wenn die Erkrankung überhaupt nicht versichert ist.

Wir weisen nochmals daraufhin, dass es sich bei der obigen Aufstellung von Kriterien um unsere persönliche Meinung handelt. Entscheiden Sie selbst.

Hier einige Krankenversicherungsanbieter ohne Gewähr auf Vollständigkeit:

Agila Tierversicherungen
Allianz
Helvetia
Petplan
Uelzener